OpenPGP in Thunderbird scheitert an „unbekanntem Fehler“

Ich verwende Thunderbird als Mail-Client und habe bislang immer Thawte-Zertifikate zum Signieren und Verschlüsseln verwendet. Da Thawte seine Dienste aber zunkünftig nur noch gegen Bezahlung anbieten wird, wechsle ich auf OpenPGP.

Ein Schlüsselpaar konnte ich sehr leicht erzeugen. Als ich dann versucht habe, ein passendes Widerrufszertifikat zu erstellen, meldete Thunderbird:

Das Widerrufszertifikat konnte nicht erzeugt werden. Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten.

Die Ursache konnte ich nicht finden…
…jedenfalls so lange nicht, bis ich versucht habe, das Schlüsselpaar auf meinem zweiten Rechner zu importieren. Hier meldete Thunderbird dann:

Speichern der Schlüssel fehlgeschlagen: No such file or directory.

Und siehe da: Thunderbird verschluckt sich an Ordnern und Key-Dateien, die Umlaute enthalten.
Ich habe die Schlüssel (die ich im Ornder „backup/schlüssel“ hinterlegt hatte) also auf den Desktop gelegt und konnte so erfolgreich importieren. Auch die Erzeugung des Widerrufszertifikat läuft reibungslos ab, wenn im Pfad/Dateinamen keine üöä’s enthalten sind.

Das „Problem“ mit den Umlauten tritt übrigens auch dann auf, wenn ein Mail-Anhang mit OpenPGP signiert/verschlüsselt werden soll, der Umlaute im Dateinamen enthält.

PS: Liebe Grüße an den Planeten, und nochmals herzlichen Dank für die Aufnhame…

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Lightning Add-On für 64bit Systeme

Ich bin mit meinem MacPro auf ein 64bit-Ubuntu Jaunty umgestiegen. Soweit läuft alles super, lediglich das Lightning-Add-On für Thunderbird wird auf der Mozilla-Homepage offiziell nur in der 32bit-Variante angeboten.

Naja, nach etwas Googlelei habe ich hier eine passende 64bit Version gefunden.

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Einen Ubuntu-Live-USB-Stick für Apple’s Intel-Mac erstellen

Eine UBUNTU-Live-CD ist etwas sehr schönes, wenn man denn ein funktionierendes optisches Laufwerk hat. Meines ist etwas in die Jahre gekommen, und so benötigt mein MacPro im Schnitt 4 Versuche, bis er beim Neustart die CD erkennt und davon booten kann. Daher kann es von Vorteil sein, sich die Live-CD auf einen USB-Stick zu kopieren und dann von eben diesem Stick zu booten.

Bei „normalen“ PCs funktioniert dies recht einfach über die Ubuntu-Hausmittel. Über „System => Systemverwaltung“ erreicht man den „USB-Startmedien-Ersteller“, der ein .ISO-Image auf einen USB-Stick klont. So können „normale“ PCs vom Stick booten.

Wie so oft geht Apple hier aber eigene Wege, so dass diese Sticks an Intel-Macs leider nicht booten wollen. Lediglich „OSX“-Sticks oder „OSX“-USB-Festplatten lassen sich per rEFIt oder per „ALT“-Taste booten.

Dennoch habe ich in den englischen Ubuntuforums Hilfe erhalten. Die Jungs aus diesem Thread entwickeln den GRUB2EFI-Bootloader. Dieser ermöglicht es, USB-Partitionen zu booten, egal ob USB-Live-Sticks, USB-Stick-Installationen oder USB-Festplatten. Ich beschreibe hier „nur“ die Erstellung eines UBUNT-Live-Sticks. Andere Distriubtionen benötigen leicht andere Konfigurationen. Informationen hierzu bietet der besagte Thread bei Ubuntuforums.com.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Methode auch von der Apple-Hardware abhängt. Bei mir funktioniert die folgende Anleitung auf einem MacPro1,1 und einem MacbookPro4,1
Welche Hardware man benutzt erfährt man unter Apfel => Über diesen Mac => Weitere Informationen bzw. unter Ubuntu per

sudo dmidecode -s system-product-name

Besitzer anderer Modelle finden im oben genannten Foreneintrag Hilfe.

So geht’s bei mir:

  1. Starte OSX und installiere rEFIt
  2. Spätestens nach dem zweiten Neustart meldet sich das rEFIt-Menü und fragt nach, was denn gebootet werden soll (Wenn du bereits Ubuntu installiert hast, kennst du das ja.. 🙂 )
  3. Formatiere einen USB-Stick (meiner ist ein fünf Euro Stick mit 2GB) komplett mit FAT32
  4. Lade dir die Datei bootusb.tar herunter und entpacke den Ordner efi auf den USB-Stick. Dieser Ordner enthält den Unterordner boot, in welchem 3 Dateien liegen.
  5. Jetzt kommt es darauf an, welchen Intel-Mac du besitzt. Meine Modelle (MacPro1,1 und MacbookPro4,1) sind alle 64bit-fähig. Ältere Modelle, wie z.B. das Macbook2,1 benötigen ein 32bit System.
  6. 64bit
    • Lade dir ein aktuelles 64bit-Ubuntu-ISO herunter, z.B. ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso
    • Die ISO-Datei wird genau so wie sie ist (also ohne sie zu entpacken) auf den USB-Stick geschoben. Der Stick enthält nun also das ISO-Image und den efi-Ordner.
    • Im Unterordner efi/boot/ liegt die Datei grub.cfg. Öffne diese im Terminal und schau nach, ob die Einträge mit dem Namen des ISO-Images übereinstimmen (voreingestellt habe ich „ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso„). Wenn der ISO-Name abweicht (z.B. weil du ein Karmic-Image verwenden möchtest), muss das in dieser Datei entsprechend angepasst werden.
    • Das war’s, wenn du jetzt rebootest, dann siehst du im rEFIt-Menü deinen USB-Stick. Wenn du diesen auswählst, erscheint das GRUB2-Bootmenü (ein roter Bildschirm), an welchem du das Bootsystem auswählen kannst (ich verwende hier „A“). Danach rödelt der Mac ein wenig, man könnte meinen, dass er hängt, aber dann ist nach kurzer Zeit Ubuntu hochgefahren! Jedenfalls gilt das für den MacPro1,1. Für das MacbookPro4,1 sind weitere Konfigurationen notwendig (s.u.)
  7. 32bit
    • Für 32bit-Systeme (funktioniert bei meinem Macs auch) kopiert man auch erst den efi-Ordner auf den USB-Stick. Allerdings muss nun im Unterordner boot die Datei „bootx64.efi“ in „bootia32.efi“ umbenannt werden. Dies gilt auch für das Icon „bootx64.incs“, welches in „bootia32.icns“ umbenannt wird.
    • Lade dir nun ein 32bit-ISO-Image, z.B. ubuntu-9.04-desktop-i386.iso
    • Auch hier muss einfach das ISO-Image in den Hauptordner des USB-Sticks geschoben werden (ohne es zu entpacken!).
    • Anschließend muss auf dem Stick im Ordner efi/boot/ die Datei grub.cfg editiert werden. Dort ersetzt du alle Einträge „ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso“ durch den Dateinamen deines ISO-Images, also z.B. durch ubuntu-9.04-desktop-i386.iso
    • Das war’s, wenn du jetzt rebootest, dann siehst du im rEFIt-Menü deinen USB-Stick. Wenn du diesen auswählst, kommt ein roter Bildschirm, an welchem du das Bootsystem auswählen kannst (ich verwende hier „A“). Danach rödelt der Mac ein wenig, man könnte meinen, dass er hängt, aber dann ist nach kurzer Zeit Ubuntu hochgefahren!

MacbookPro4,1
Ein MacbookPro4,1 benötigt einige Anpassungen. Zunächst muss in grub.cfg für die Einträge A-C jeweils unter fakebios zusätzlich fix_video geschrieben werden. Somit sieht Eintrag A beispielsweise so aus:

menuentry "A ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso " {
 fakebios
 fix_video
 search --set -f /ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso
 loopback loop /ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso
 linux (loop)/casper/vmlinuz boot=casper iso-scan/filename=/ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso noefi
 initrd (loop)/casper/initrd.gz
}

Man startet den Mac mittels USB-Stick und der Auswahl „B ubuntu-9.04-desktop-amd64.iso fbdev„. Wenn Ubuntu in die Kommandozeile gestartet ist, tippt man dort folgendes ein um den GNOME Display Manager zu stoppen:

sudo /etc/init.d/gdm stop

Jetzt muss die Datei /etc/X11/xorg.conf angepasst werden. Hierzu verwendet man z.B. den Editor nano:

sudo nano /etc/X11/xorg.conf

Hier ergänzt man die Section "Device" um den Eintrag Driver "fbdev":

Section "Device"
(...)
Driver "fbdev"
(...)
EndSection

Die Datei wird per Strg O gespeichert und nano per Strg X beendet.

Anschließend wird der GNOME Display Manager neu gestartet:

sudo /etc/init.d/gdm restart

Das graphische Live-System fährt hoch!

Super Sache, aber ohne die Hilfe des Users pxwpxw hätte ich das nie herausgefunden, und wie gesagt: in den Threads wird auch beschrieben, wie man mit anderen Modellen andere Systeme auf anderen USB-Medien bootet!

weitere Links

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.TS nach Xvid konvertieren unter Ubuntu

Mit der dbox2 nehme ich gelegentlich Fernsehsendungen auf. Die Aufnahmen haben dann die Dateiendung .ts und sind riesengroß. Schöner ist da mein übliches xvid-Format, jedoch gestaltet sich das Umwandeln etwas haariger als angenommen, denn wenn ich ffmpeg oder mencoder verwende, laufen Bild und Ton nicht mehr synchron.

Eine funktionierende Datei erhält man mit Hilfe von avidemux und ProjextX, welche zunächst installiert werden per

sudo apt-get install project-x avidemux-cli

Mit ProjectX werden zunächst Bild und Ton von einander getrennt. Hierfür ruft man ein Terminal auf, wechselt ins Verzeichnis, in welchem die .ts-Datei liegt, und tippt dort ein:

projectx -name Demux MeineAufnahme.ts

wobei MeineAufnahme.ts noch auf den Dateinahmen der Fernsehsendung angepasst werden muss.
Dieser Aufruf erzeugt die zwei Dateien Demux.m2v (welche das Video enthält) und Demux.mp2 (welche den Ton enthält). Diese werden nun mit Hilfe von avidemux in einer Xvid-Datei zusammengeführt. Hierzu tippt man ein (alles in einer Zeile):

Jaunty

Unter Jaunty lautet der Aufruf:

avidemux2_cli --autoindex --rebuild-index --load "Demux.m2v" --autoindex --rebuild-index --external-mp3 "Demux.mp2" --audio-codec MP3 --audio-bitrate 128 --video-codec XVID4 --video-conf cbr=1600 --filter kerneldeint --output-format AVI --save "XvidErgebnis.avi"

Der Name der Ausgabe-Datei „XvidErgebnis.avi“ kann in jeden beliebigen Dateinamen geändert werden.

 

Karmic

Unter Karmic lautet der Aufruf:

avidemux2_cli --autoindex --rebuild-index --load "Demux.m2v" --autoindex --rebuild-index --external-mp3 "Demux.mp2" --audio-codec MP3 --audio-bitrate 128 --video-codec XVID --video-conf cbr=1600 --filter kerneldeint --output-format AVI --save "XvidErgebnis.avi"

Der Name der Ausgabe-Datei „XvidErgebnis.avi“ kann in jeden beliebigen Dateinamen geändert werden.

 
 
 

Fertig!

Die Dateien Demux.mp2 und Demux.m2v werden nicht mehr benötigt und können gelöscht werden per

rm Demux.mp2 Demux.m2v

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Von Ubuntu auf die Playstation 3 streamen

Letztens habe ich heruasgefunden, wie ich per VLC auf die dbox2 streamen kann. Da in meinem Wohnzimmer auch eine PS3 rumsteht, streame ich mit Ubuntu die Filme dorthin. Das Ganze funktioniert recht einfach mit dem Programm mediatomb, welches sich über das Repository installieren lässt:

sudo apt-get install mediatomb

Nach der Installation startet man mediatomb kurz per Terminal:
mediatomb
Es werden einige Lognachrichten ausgegeben, unter anderem die Adresse des Webinterface, bei mir ist das 192.168.0.2:49152
Jetzt beendet man mediatomb wieder per CTRL C und editiert die Datei .mediatomb/config.xml:

gedit ~/.mediatomb/config.xml

Hier sucht man folgende Stelle:

<protocolInfo extend="no"/>

und ersetzt das no durch ein yes

Dann sucht man die Stelle

<mappings> <extension-mimetype ignore-unknown="no">

und fügt darunter folgende 2 Zeilen ein:

<map from="avi" to="video/x-divx"/>
<map from="divx" to="video/x-divx"/>

Jetzt kann mediatomb erneut gestartet werden. Über das Webinterface schaltet man die Ordner frei, die geshared werden sollen (Ordner auswählen und rechts oben auf das + klicken).
Fertig.
Die PS3 findet den MediaTomb-Server und spielt die Dateien brav ab.

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User Nummer 495.170

Interessant, ich bin 495.170te registrierte Linux-User.

LinuxUser495170

Auf dieser Seite können sich alle Linux-User „registrieren“ lassen…

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eigenen Scriptordner erstellen

Das ist ja grade das schöne an Ubuntu: man kann sich jede Menge eigener Scripte anlegen.

Damit ich sie im Terminal ohne das ewig vorangestellte „./“ aufrufen kann, habe ich sie bislang immer nach /usr/local/bin kopiert. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, nur kann es passieren, dass im Eifer des Gefechts bei einem Backup oder PC-Umzug die Inhalte dieses Ordners schlicht vergessen werden, während ich aber immer meinen kompletten home-Ordner backuppe.

Abhilfe schafft ein eigener bin/-Ordner im home-Verzeichnis:

cd ~
mkdir bin
chmod 744 bin

Damit auch alle Dateien des Verzeichnisses von „überall“ in der Konsole aufgerufen werden können, muss noch der PATH entsprechend angeglichen werden. Hierzu editiert man im Homeverzeichnis die Datei .bashrc um folgenden Inhalt:

PATH=/sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/home/produnis/bin

Hierbei müsst ihr auf eurem System natürlich das „produnis“ gegen euren Benutzernamen tauschen.

Wenn die Datei gespeichert wurde, müsst ihr euch einmal aus der Konsole aus- und wieder einloggen. Ab jetzt können alle Scripte im /home/BENUTZER/bin-Verzeichnis ohne ./ vorweg aufgerufen werden.

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mp3-Dateien zusammenführen unter UBUNTU

Am Apple hatte ich mir die Shareware iTunesJoin gekauft, welche mehrere MP3-Dateien direkt in iTunes zu einer MP3-Datei zusammengefasst hat. Unter Ubuntu geht das mit etwas Aufwand in der Konsole wie folgt:

benötigte Pakete

Wir benötigen die Pakete ffmpeg und libid3-3.8.3-dev, welche wie folgt installiert werden:

sudo apt-get install ffmpeg libid3-3.8.3-dev

MP3-Dateien zusammenführen

Im Terminal wechselt man in das Verzeichnis, welches die einzelnen MP3-Dateien enthält.
Hier wird folgender Befehl eingegeben:

cat 1.mp3 2.mp3 3.mp3 > tmp.mp3

Hierdurch werden die Dateien 1.mp3 bis 3.mp3 in die Datei tmp.mp3 zusammengeführt. Konsolenprofis schreiben hierbei übrigens nicht jede Datei persönlich hin, sondern kürzen das Ganze wie folgt ab:

cat {1..3}.mp3 > tmp.mp3

bzw.

cat Track{1..25}.mp3 > tmp.mp3

Das Zusammenführen der Dateien zerschießt für gewöhnlich den Dateiheader, so dass die entstandene Datei z.B. nicht von iTunes abgespielt werden kann. Andere Player hingegen „denken“, die Spieldauer der Gesamtdatei nur so lang ist, wie die der zuerst hinzugefügten (in unserem Beispiel 1.mp3) .

Manche Leute haben evtl. mp3wrap installiert und nutzen dieses Tool an Stelle von cat. Das Ergebnis ist hier allerdings das selbe: auch die von mp3wrap erstellten Dateien lassen sich nicht oder nur teilweise abspielen.

Um dies für beide Varianten zu fixen gibt man ein:

ffmpeg -i tmp.mp3 -acodec copy all.mp3
rm tmp.mp3

ffmpeg „repariert“ die Datei und speichert das Ergebnis als all.mp3 ab. Anschließend wird die nicht mehr benötigte Datei tmp.mp3 gelöscht.

Jetzt kann man noch optional den ID3-Tag der Originaldatei in die neue Datei übertragen:

id3cp 1.mp3 all.mp3

Das Programm id3cp ist im Paket libid3-3.8.3-dev enthalten.

Die Datei all.mp3 ist nun fertig und bereit für meine Musiksammlung.

Im Wiki der Ubuntuusers habe ich ein kleines graphisches Skript hinterlegt, welches MP3-Dateien unter Ubuntu zusammenführt.

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Datenbackup und -synchronisation unter UBUNTU

Unter OSX hab ich mit der teuren Software SynchronizePro! meine Daten zwischen den Maschinen synchronisiert. Unter Ubuntu geht das auch recht einfach, obwohl wir zunächst zwischen Backup und Synchronisation unterscheiden müssen.
Erstere Variante sichert die Daten eines PCs auf eine andere Festplatte, wobei immer ein Abbild der PC-Platte auf die andere erfolgt.
Zweitere synchronisiert die Daten zwischen zwei Verzeichnissen, wobei es egal ist, in welchem Verzeichnis Daten verändert, ergänzt oder gelöscht wurden.
Für Backups steht unter Ubuntu standardmäßig das Kommandozeilentool rsync zur Verfügung, dessen graphischer Oberfläche Grsync per

sudo apt-get install grsync

nachinstalliert werden kann.

Zum Synchronisieren verwendet man besser unison, welches auch über eine graphische Oberfläche unison-gtk verfügt. Diese Tools müssen allerdings erst installiert werden per

sudo apt-get install unison unison-gtk

Ich synchronisiere hier die Daten von einem Ubuntu-Laptop zu einem Ubuntu-Desktop. Da beide Rechner im selben lokalen Netz hängen, soll der Datenabgleich per ssh erfolgen, da diese Methode wesentlich schneller abläuft als z.B. per SAMBA-Freigabe (Möchte man aber plattformübergreifend synchronisieren, z.B. zwischen Ubuntu und Mac OSX, so wird es mit der ssh-Methode Probleme bei Dateien geben, bei denen Umlaute im Dateinamen enthalten sind. Hier muss dann doch auf SAMBA zurückgegriffen werden).

Backup

Es empfiehlt sich, zunächst ein Backup per rsync von Ordner 1 auf Ordner 2 durchzuführen. Würde man direkt per unison synchronisieren, würde unison unzählige Fragen zur Übertragungsrichtung stellen. Dies spart man sich durch ein initiales Backup.
Ich verwende beide Tools auf der Kommandozeile. Das initiale Backup erfolgt für meinen Dokukmentenordner so:

rsync -avze ssh /Pfad/zu/Dokumente/ USER@IP:/Pfad/zu/Dokumente

Hierdurch wird der Inhalt des Ordners Dokumente per ssh auf den PC mit der IP IP gespiegelt. Selbstredent müssen USER und IP sowie die Pfade entsprechend angepasst werden. Wichtig ist, dass beim Quellordner ein zusätzliches Slash verwendet wird (Dokumente/) und beim Zielordner nicht.

Synchronisation

Nachdem das initiale Backup angelegt wurde, kann nun endlich unison zum weiteren Datenabgleich verwendet werden.
Der Standardaufruf zum synchronisieren per shh lautet:

unison /pfad/fuer/sync1 ssh://USER@IP//pfad/fuer/snyc2

Bei mir also

unison /home/produnis/Dokumente ssh://produnis@192.168.0.2//home/produnis/Dokumente

Anders als bei rsync darf hier kein Slash hinter die Quell- und Zielordner geschrieben werden.

Fertig.

Unison rattert nun durch die Verzeichnisse und fragt im Zweifelsfall nach, was denn getan werden soll. Das sieht auf der Konsole in etwa so aus:

Ordner 1         Ordner 2
new file ----->             test.txt [f]
changed  ----->             foo.bar [f]

Das [f] steht hierbei für „follow unisons recommendation“, was soviel bedeutet wie „jaja, mach das mal so wie du meinst“. In dem Beispiel oben bedeutet dies, dass die Datei „text.txt“ von Ordner1 nach Ordner2 kopiert wird. Man kann nun entweder das [f] per RETURN-Taste bestätigen, oder aber die Richtung ändern. Hierbei verwendet man > und <, wobei die beiden Zeichen als Symbole der Kopier-Richtungen gedeutet werden.
Ein < würde von Ordner2 nach Ordner1 syncen, ein > entsprechend von Ordner1 nach Ordner2.

Wer keine Lust hat ständig RETURN zu drücken, oder aber wer unison grenzenlos vertraut, der kann den Sync-Befehl auch so aufrufen, dass unison automatisch und ohne Rückfragen alle Änderungen „nach bestem Gewissen“ durchführt. Hierfür wird einfach die Option „-auto“ angehängt, in meinem Fall also

unison /home/produnis/Dokumente ssh://produnis@192.168.0.2//home/produnis/Dokumente -auto

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Umstieg von OSX auf Ubuntu

Jahrelang habe ich ausschließlich mit OSX-Maschinen gearbeitet. Angefangen hat alles mit Mac OS 10.0 – ein UNIX-System mit „graphischer Apple-Oberfläche“, welches ich mir niemals selber so schön hätte zusammenkonfigurieren können. In den letzten Monaten habe ich vermehrt mit UBUNTU herumgespielt (Installationsanleitung für MacBookPro und MacPro). Was soll ich sagen, ich bin richtig begeistert!
Mittlerweile spricht aus meiner Sicht her lediglich die tolle Hardware für den Kauf eines Apples. An Programmen habe ich auch unter OSX immer mehr auf freie Software gesetzt – Mail, iCal und Adressbuch ausgenommen.

Seit ich mehr und mehr mit Ubuntu herumspiele, versuche ich natürlich auch, alle von mir „lieb gewonnenen“ Funktionen und Programme unter Linux zu „simulieren“. Hier also meine (vorläufige) Liste:

Apple Ubuntu
Adressbuch Thunderbird Adressbuch (hier ist eine Anleitung, wie man das OSX-Adressbuch in Thunderbird importieren kann.) mit dem Add-on „Addressbooks Synchronizer
Cyberduck gFTP
sudo apt-get install gftp
Dock cairo-dock oder simdock
sudo apt-get install cairo-dock simdock
EndNote Mendeley (funktioniert auch ohne Account)
/etc/apt/sources.list bekommt folgende neue Quelle:
deb http://www.mendeley.com/repositories/xUbuntu_9.04 /
danach:
sudo apt-get update
sudo apt-get install mendeleydesktop
iCal Sundbird und Lightning, zusätzlich Calendarserver (derzeit in Jaunty defekt!) zum synchronisieren
Lightning ist eine Erweiterung für Thunderbird, mit dem Add-on SyncKolab können die Kalender zwischen verschiedenen Rechnern per IMAP-Mailordner gesynct werden
sudo apt-get install lightning sunbird calendarserver
iChat Pigdin (standarmäßig installiert)
iTunes aTunes oder Songbird
Mail Thunderbird, mit den Add-Ons „Leopard Mail-Default Aqua“ und „Addressbooks Synchronizer
sudo apt-get install thunderbird lightning
Pastor Revelation
sudo apt-get install revelation
Parallels VirtualBox
Photo Booth Cheese
sudo apt-get install cheese
Photoshop Gimp
sudo apt-get install gimp
SynchronizePro! rsync und unison
sudo apt-get install rsync grsync unison unison-gtk
TexShop TeXmaker oder Kile (benötigt Kubuntu)
sudo apt-get install kile texmaker
TimeMachine TimeVault(gutes HowTo) oder BackInTime

Ausserdem benutze ich noch diese Programmpakete

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