Unter OSX hab ich LaTeX-Dokumente immer mit TexShop bearbeitet. Unter Ubuntu nutze ich Texmaker oder Kile.

Damit meine Texte richtig gesetzt werden, benötige ich folgende Reihenfolge:

  • pdflatex

  • bibtex

  • makeindex

  • 3x pdflatex

Netterweise kann man in Texmaker oder Kile individuelle LaTeX-Läufe generieren, so dass meine Läufe automatisch durchgeführt werden.

Zunächst installiert man Kile oder Texmaker per

sudo apt-get install kile texmaker

Danach erstelle ich mir mein individuelles Script

gedit latexlauf.script

Dieses bekommt folgenden Inhalt:

#!/bin/sh
bfname="`basename "$1" .tex`"
pdflatex "$1"
bibtex "$bfname"
makeindex "$bfname".nlo -s nomencl.ist -o "$bfname".nls
pdflatex "$1"
pdflatex "$1"
pdflatex "$1"
evince "$bfname".pdf &

Das Script wird nun gespeichert, ausführbar gemacht und verschoben:

chmod a+x latexlauf.script
sudo mv latexlauf.script /usr/local/share/

Kile

Nun öffne ich Kile und wähle “Settings => Configure Kile...” und dort unter “Tools => Build”. Unten klickt man auf “New”, denkt sich einen Namen aus (ich habe “LaTeX-Lauf” genommen) und wählt “Custom” aus. In das “Command"-Feld schreibt man nun den Namen des Scripts, also latexlauf.script und trägt in das Options-Feld

`'%source'`

ein. Per “Ok” wird dieser Eintrag gespeichert.

Ich musste hier Kile einmal neustarten, damit alles richtig funktioniert. Möchte man den Lauf aktivieren, so wählt man aus dem Kile-Menü “Build => Other => LaTeX-Lauf”. Hierdurch wird das LaTeX-Dokument entsprechend gesetzt und die erzeugte PDF-Datei zur Ansicht geöffnet.

Texmaker

In Texmaker wählt man im Menü “Optionen => Texmaker konfigurieren” und wechselt in der linken Spalte auf “Schnelles Übersetzen”. Hier trägt man in das Feld unter “Benutzer: (% Dateinamen ohne Endung)” folgendes ein:

`latexlauf.script %.tex`

Das Script wird nun immer dann ausgeführt, wenn man in der Menüleiste auf das Symbol “Schnelles Übersetzen” klickt.